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Lohntarifvertrag


Gebäudereiniger-Handwerk: Tarifeinigung

Gebäudereiniger erhalten ab 2012 mehr Geld
24.08.11 | 11:36 Uhr
Nach zähen Verhandlungen erhalten mehrere Hunderttausend Gebäudereiniger in Deutschland ab 1. Januar 2012 mehr Geld. Dabei sei erstmals ein verbindlicher Stufenplan zur Angleichung der Löhne zwischen West und Ost vereinbart worden, teilten die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband Gebäudereiniger-Handwerk am Mittwoch in Frankfurt am Main mit.

Gebäudereiniger erhalten ab 2012 mehr Geld
Frankfurt/Main (dapd). Demnach sollen die Beschäftigten in West und Ost ab 1. Januar 2019 gleichviel verdienen.

Der Tarifkompromiss sieht vor, dass die Gebäudereiniger im Westen ab 1. Januar 2012 für zwölf Monate 3,1 Prozent mehr Geld erhalten. Ab 1. Januar 2013 soll es für zehn Monate nochmals 2,05 Prozent mehr geben. Im Osten steigen die Löhne zunächst um 5,9 Prozent und dann um 5,4 Prozent. Der Mindestlohn im Westen liegt damit ab 1. Januar 2012 bei 8,82 Euro und im Osten bei 7,33 Euro.

Um die Einigung hatten beide Seiten in fünf Verhandlungsrunden gerungen. IG-BAU-Verhandlungsführer Frank Wynands zeigte sich zufrieden: 'Es ist eine gute Lösung.' Vor allem die stufenweise Angleichung zwischen West und Ost bis 2019 bezeichnete er als 'Highlight', an dem die Verhandlungen fast gescheitert wären. Allerdings vereinbarten beide Seiten auch eine Kündigungsoption dieser Vereinbarung Ende 2015.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Thomas Conrady, sprach von 'ziemlich zähen Verhandlungen'. Allein in der fünften und letzten Tarifrunde hatten beide Seiten 15 Stunden lang um eine Einigung gerungen.

Wie weit beide Seiten anfangs auseinanderlagen, zeigt sich auch an den unterschiedlichen Angaben zu den Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk. Während die IG BAU von 870.000 Beschäftigten sprach, verweist die Arbeitgeberseite auf die jüngste Handwerkszählung und geht davon aus, dass der jetzt erzielte Tarifabschluss für 530.000 Beschäftigte gilt.

dapd



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